Kolkwitz

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Im Jahre 2000 beging Kolkwitz das 700jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung, basierend auf die Kirchenchronik, welche aussagt, dass bereits im Jahre 1300 ein katholischer Pfarrer tätig war. Dieser wurde vom Papst in den Bann gesprochen. Der Bannbrief befindet sich in der Chronik der Stadt Calau, so dass der Ortsname mit einem Eintrag im Calauer Stadtbuch in Verbindung gebracht werden kann. Leider ist in den Wirren der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges dieses Stadtbuch verloren gegangen. Nur ganz allmählich entwickelte sich aus dem straßenlosen Runddorf ein Sackgassendorf mit einer Wegeverbindung zum fünf Kilometer entfernten Cottbus. Durch mehrfachen Besitzerwechsel wurden die Einwohner des Kämmereidorfes Kolkwitz Untertanen der Stadt Cottbus. Vorwiegend lebten die Bewohner des Ortes von der Landwirtschaft. Erst viel später entwickelten sich Handel und Gewerbe zunächst als Familienbetriebe. Kriege und die Pest, Witterungsunbilden und Hungersnot, sowie zahlreiche Brände suchten auch Kolkwitz heim. Tragische Schicksale und großes Leid unter der Bevölkerung waren damit verbunden. Aber es fanden sich stets mutige und tatkräftige Menschen, die an die Beseitigung der materiellen und geistigen Trümmer gingen und den Wiederaufbau einleiteten. Besonders engagierte Bürger, Handwerker und Kaufleute sind dazu im Buch „700 Jahre Kolkwitz“ genannt. Heute ist der Ort Kolkwitz mit 3.906 Einwohnern das Zentrum der Großgemeinde. Hier befindet sich der Sitz der Verwaltung, quasi die Stelle, an der die Aufgaben zur Verwaltung einer Gemeinde zusammenlaufen. In dem von 1994 bis 1996 rekonstruierten Verwaltungsgebäude sind 24 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie der Bürgermeister für die Einwohner der gesamten Gemeinde tätig. Mit ihren kleinen und großen Problemen können sich die Bürgerinnen und Bürger an die Fachämter der Verwaltung wenden bzw. den Bürgermeister, Herrn Fritz Handrow, in seiner Sprechstunde aufsuchen. Die meisten Gewerbeansiedlungen der Großgemeinde sind in Kolkwitz selbst. Eine günstige verkehrstechnische Lage sowie die Nähe zur Stadt Cottbus bilden dafür beste Voraussetzungen. In Kolkwitz pulsiert das Leben. Die Grund- und Gesamtschule, zwei Kindertagesstätten und ein Hort, sowie aktive Vereine tragen in entscheidendem Maße dazu bei. Einen wichtigen Platz im Dorfleben nimmt die evangelische Kirche ein. Herr Pfarrer Natho versteht es, junge und ältere Kirchenmitglieder zu begeistern und sich zu bestimmten Anlässen, wie das Oktoberfest, der Kindertag u.a., mit Darbietungen und Angeboten einzubringen. Weitere aktive Vereine bieten vielen Einwohnern eine interessante Freizeitbeschäftigung und die Möglichkeit, ihrem Hobby zu frönen. Ebenso nehmen sie regen Anteil bei der Gestaltung eines abwechslungsreichen Dorflebens.