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Infrastrukturministerin Kathrin Schneider auf Kolkwitzer Baustellen unterwegs

Kolkwitz, den 29.07.2019

Am 25. Juli verschaffte sich die Infrastrukturministerin Kathrin Schneider bei einem Arbeitsbesuch einen Überblick zu den aktuellen und anstehenden Baumaßnahmen der Gemeinde. Start war an der zukünftigen weiterführenden Gesamtschule. Hier schaute die Ministerin am Annahofer Graben auf eine 4,3 Hektar große Ackerfläche. Zum Schuljahr 2022/23 sollen die ersten Schüler unterrichtet werden. Als sportliches Ziel bezeichnete dies Kathrin Schneider mit Blick auf die Grüne Wiese. Die Gemeinde vertreten durch den Bürgermeister Karsten Schreiber und der Landkreis mit dem Bildungs-Dezernenten Michael Koch versicherten, Vollgas zu geben. Derzeit, so der Dezernent findet hier eine europaweite Ausschreibung statt. Architekten erarbeiten bereits Entwürfe, die Ende des Jahres ein erstes Bild geben könnten, wie die Schule aussehen wird. Bei der Vor- Ort-Besichtigung sind sich der Landkreis und die Gemeinde einig, dass der viele Platz dafür genutzt werden soll, den Schulbus und die Eltern mit ihren Autos von der Straße weg an das Schulgelände heranfahren zu lassen und über eine kreisförmige Ausfahrt wieder sicher auf die Hänchener Hauptstraße zurück zu führen. Michael Koch wünschte sich im Namen des Landkreises auch eine finanzielle Unterstützung vom Land und gab diesen Wunsch an Kathrin Schneider auf den Weg. Die Schule samt Turnhalle wird etwa 25 Millionen Euro kosten. Die Ministerin verwies darauf, dass die Anbindung des Technologie- und Industrieparks Cottbus (TIP) mit der Ortsumgehung Kolkwitz, Hänchen und Klein Oßnig kombiniert werden müsse. Dies sei auch im Lausitzpapier festgehalten worden.

Ein weiteres Thema war die Einrichtung einer Kontrollstelle für Lkw. Eine erste Kontrollstelle, um die Fahrverbote zu überwachen, wird bei Bahnsdorf errichtet. Eine zweite Kontrollstelle soll in Kürze auf dem Gemeindegebiet entstehen.

Beim Halt in Hänchen war ebenfalls der sichere Schulweg ein Thema. Ziel der Gemeinde ist hier die Errichtung eines 2,50 Meter breiten einseitigen Gehweges, der auch von Radfahrern genutzt werden kann. Neun von elf betroffenen Grundstückseigentümern haben bereits zugestimmt. Ebenfalls in Hänchen soll noch in diesem Jahr die Bodenplatte für das Feuerwehrgerätehaus mit integrierter Mehrzwecknutzung fertiggestellt werden. Im kommenden Jahr soll der Hochbau beginnen. In dem Gebäude an der Alten Schule finden dann die Feuerwehrkameraden und die Vereine des Ortes beste Bedingungen vor. Kosten: 1,9 Millionen Euro.

 

Am Kolkwitzer Ärztehaus verschaffte sich die Ministerin einen Überblick zum Stand der Baumaßnahmen. Alle Nutzer sind hier bereits eingezogen. Die Zahnärztin Brigitte Dittrich führte durch ihre Räume. Sie erklärte: „Wir fühlen uns hier sehr wohl.“ In den kommenden Wochen erfolgt die offizielle Einweihung des Hauses. Die Erweiterung und der Umbau haben 2,1 Millionen Euro gekostet.

Zügig voran schreitet auch der grundhafte Ausbau der südlichen Bahnhofstraße, die voraussichtlich Ende September wieder freigegeben werden kann. Auf das Gaspedal drückt die Gemeinde zudem beim Kitaneubau an der nördlichen Bahnhofstraße. 80 Plätze werden hier geschaffen. Nach Wunsch der Gemeinde soll noch in diesem Jahr mit der Bodenplatte begonnen werden. Die Baukosten belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro. 13 Arbeitsplätze werden hier geschaffen.

Auf der Wunschliste der Gemeinde, erfuhr die Ministerin, steht auch der Ausbau der nördlichen Bahnhofstraße selbst. Eine beidseitige Herstellung der Gehwege mit Radfahrer frei und die Herstellung eines Fußgängerüberweges für den 975 Meter langen Streckenabschnitt stehen in der Planung. Ebenfalls langfristig geplant wird ein Kreisverkehr an der Kreuzung Papitzer Straße und Ströbitzer Straße, die sehr unübersichtlich ist. Bereits in der Vorplanung ist ein Radweg zwischen Limberg und Kolkwitz. Derzeit wird die Brücke auf Höhe der Glinziger Teiche saniert. Ein Radweg wird vorausschauend bereits in das Bauwerk integriert. Geplant ist dabei die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Limberg unter anderem mit der Herstellung beidseitiger Gehwege.

Weit fortgeschritten, so die Ministerin, sind die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus. Dieser werde 100 Millionen Euro kosten. Das Land hofft hier auf Geld vom Bund aus dem Strukturwandel-Topf . Mit einem Baustart könne dann bereits 2023 bei bis zu dreijähriger Bauzeit gerechnet werden. Informationen zum Stand gibt die Ministerin am Montag um 11 Uhr in Vetschau. Bleiben mit Kunersdorf und Kolkwitz beide Halte erhalten, schätzt Kathrin Schneider ein, werde es hier nicht zu einer halbstündigen Taktung sondern zu einer stündlichen Taktung kommen.

Nach vier Stunden vor Ort verabschiedete sich die Ministerin vom Kolkwitzer Bürgermeister und seinem Team aus dem Bauamt.

 

Foto: : Die Ministerin Kathrin Schneider informiert sich bei ihrem Arbeitsbesuch in kolkwitz am Donnerstag am Annahofer Graben über das Vorhaben neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. V.l. Stephan Grabia (Bauverwaltung Tiefbau Kolkwitz), Michael Koch Bildungsdezernent und Beigeordneter LK SPN), Kathrin Schneider (Infrastrukturministerin), Wolfgang Hoffmann (Leiter Bauverwaltung Kolkwitz), Karsten Schreiber (Bürgermeister Kolkwitz), Manuel Priefer (Bauverwaltung Kolkwitz Hochbau), verdeckt hinter Herr Koch: Martin Mathow (Amtsleiter Ordnung und Sicherheit Kolkwitz)