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Ganztägige Reduzierung der Geschwindigkeit für LKW auf 30 km/h

Kolkwitz, den 09.07.2019

In der Ortslage Kolkwitz, Berliner Str., L49, Abs. 180 zwischen Kreuzung Hänchener Str. bis etwa Fa. Rheingas werden in Kürze Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 t nur max. 30 km/h fahren können.

Die Gemeindeverwaltung beantragte am 12.10.2018 über den Landkreis Spree-Neiße beim Straßenbaulastträger, dem Landesbetrieb Straßenwesen eine Verkehrslärmberechnung für die innerörtliche Berliner Str. Hintergrund der gemeindlichen Initiative sind Eingaben von Anwohnern, welche insbesondere den nächtlichen Straßenlärm an der Landesstraße beklagen. Die Verkehrslärmberechnung sollte Aufschluss darüber geben, ob die geltenden Lärmgrenzwerte in den einzelnen Abschnitten der Straße gegenwärtig überschritten werden. Bei Überschreitung der Grenzwerte sind in der Regel verkehrsrechtliche Lärmschutzmaßnahmen durch die Straßenverkehrsbehörde einzuleiten wie bspw. eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Der Landesbetrieb Straßenwesen beauftragte daraufhin ein Ingenieurbüro mit der schalltechnischen Lärmberechnung auf der L49, Ortslage Kolkwitz. In 3 Abschnitten (Abs. 180, 190, 200) sind jeweils für die zur L49 nahestehenden Gebäude eine Lärmberechnung durchgeführt worden. Ein wichtiges Kriterium bei der Lärmmittelungspegelberechnung ist die Verkehrsstärke in dem jeweiligen Straßenabschnitt. Als Grundlage zur Berechnung ist die Verkehrsdatenerfassung aus 2015 herangezogen worden.

Demnach beträgt der durchschnittliche Tagesverkehr(DTV) in den Abschnitten

180:     Ortseingang Kolkwitz (von CB kommend) bis Kreuzung Hänchener Str. 

DTV 10.235 Kfz/24 h

 

190:     zwischen Kreuzung Hänchener Str. und Kreuzung Bahnhofstr.                

DTV   8.740 Kfz/24 h

 

200:     zwischen Bahnhofstr. und Ortsausgang Kolkwitz FR Glinzig                     

DTV   5.459 Kfz/24 h

 

Im Jahr 2010 waren es bspw. Abs. 200 noch 5.744 Kfz. und im Abs. 180 11.423 Kfz/24 h. Die Anzahl der Kraftfahrzeuge auf der L49 ist daher in den letzten Jahren etwas zurück gegangen.

Straßenverkehrsrechltiche Lärmschutzmaßnahmen kommen nur dann in Betracht, wenn der Straßenverkehr hervorgehende Beurteilungspegel am Immissionswert in Kern, Dorf- und Mischgebieten in der Zeit zwischen 06:00-22:00 Uhr 72 Dezibel (dB) und nachts in der Zeit von 22:00 – 06:00 Uhr 62 Dezibel (dB) überschreitet.

Die Berechnungen ergaben, dass nur bei dem auserwählten Grundstück im Abschnitt 180 der Grenzwert von 72 dB tags bzw. 62 dB nachts überschritten wurde. In den Abschnitten 190 und 200 lagen die Ergebniswerte tags und nachts unter den zulässigen Grenzwert. Ein Hauptgrund für die niedrigen Ausgangswerte sind die deutlich geringeren Verkehrszahlen in diesen Abschnitten.

Durch die angeordnete ganztägige Höchstgeschwindigkeit für LKW´s wird eine Lärmminderung von über 2 dB erreicht und damit eine für die Bewohner in dem Abschnitt 180 spürbare Verringerung des Verkehrslärmes erzielt. In Kürze wird der Landesbetrieb Straßenwesen die entsprechende Beschilderung im Abschnitt 180 vornehmen.

 

Kolkwitz, den 10.07.2019

 

Martin Mathow

Leiter Fachbereich Ordnung und Sicherheit