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Haltepunkte Kolkwitz/Kunersdorf- Pendelzug verkehrt zum Winterfahrplanwechsel im Dezember 2018 zwischen Cottbus und Lübben

Kolkwitz, den 20.03.2018

Am 15.03.2018 trafen sich Vertreter der Gemeinden und Landkreise mit Frau Verkehrsministerin Schneider in Vetschau zu einem Arbeitsgespräch. Ausgangspunkt für das gemeinsame Gespräch ist die im Rahmen des „runden Tisches“ in Raddusch geplante Übergabe und letztendlich von allen Hauptverwaltungsbeamten unterschriebene Deklaration zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in der Niederlausitz. In dieser Erklärung der Landräte aus den Landkreisen OSL, SPN, LDS bzw. des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus ist die Landesregierung Brandenburg als Aufgabenträger für den SPNV aufgefordert worden die Zweigleisigkeit mit Bedienung aller Haltepunkte ohne Zeitverzug zu realisieren sowie die Haltepunkte Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch zeitnah wiederanzubinden.

Frau Ministerin Schneider gab in der Gesprächsrunde bekannt, dass zum Winterfahrplanwechsel im Dezember 2018, statt des gering nachgefragten Schienenersatzverkehres (SEV), täglich von ca. 08:00 – 20:00 Uhr ein im 2-Stundentakt fahrender Pendelzug zwischen Cottbus und Lübben verkehren wird. Dieser zusätzliche mit 70 Plätzen umfassende Triebwagen der ODEG hält an allen Haltepunkten auf der Strecke, also auch in Kunersdorf, Kolkwitz und Raddusch.  Voraussetzung für ein Bestehen dieser Bahnlinie von länger als einem Jahr ist, dass diesen Zug mindestens 300 Fahrgäste täglich nutzen. Es werden nach den Sommer 2019 entsprechende Fahrgastzählungen erfolgen. Bei Unterschreitung der täglichen Mindestfahrgastzahlen, wird der Pendelzug wieder abgeschafft und der SEV wieder eingerichtet.

Den Vertretern der betroffenen Kommunen Kolkwitz und Vetschau war schnell klar, dass das kein Angebot und damit auch keine Verbesserung für die Berufstätigen ist, welche in Richtung Berlin täglich pendeln. Denn dieser Zug ist dem RE 2 nachläufig, d.h. beim erforderlichen Umsteigen in Lübben, sind Wartezeiten bis zu 45 Minuten hinzunehmen. Ein dem RE2 vorausfahrenden Pendelzug sei auf Grund der Eingleisigkeit zwischen Cottbus und Lübbenau und der damit einhergehenden angespannten Fahrplanlage nicht realisierbar. Die zusätzliche Bahn sei nach den Worten der Ministerin trotzdem ein zusätzliches Angebot für die Region, gemeint für Menschen die zum Arzt müssen, die einkaufen oder Freunde besuchen wollen. Nicht zu vergessen seien dabei die Touristen, die dann von dieser zusätzlichen Bahnverbindung profitieren werden, wenn diese zwischen Cottbus und Spreewald unterwegs sind.

Zur Frage der regulären Wiederanbindung der Bahnhaltepunkte Kolkwitz und Kunersdorf, erklärte Frau Ministerin Schneider unter leichten Vorbehalt, dass diese Haltestationen vom Regionalexpress bis Ende 2022 wieder angeschlossen sein werden. Maßgeblich dabei sei einzig die Fertigstellung des Kehrgleises am Bahnhof in Königs Wusterhausen, welches als entscheidendes Nadelöhr auf der Strecke des RE2 verantwortlich gemacht wird.

 

Kolkwitz, den 19.03.2018

 

 

Mathow

Leiter Fachbereich Ordnung und Sicherheit